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Buch - Gründungsgeschichte der Stadt Schotten

Artikelnummer: 878.472

- unter besonderer Berücksichtigung ihrer Kirchen -

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Gründungsgeschichte der Stadt Schotten

- unter besonderer Berücksichtigung ihrer Kirchen -
Dieter Oesch

Vorwort der Bürgermeisterin Susanne Schaab Zur "Gründungsgeschichte der Stadt Schotten" von Dieter Oesch

Liebe Leserin, lieber Leser,

dieses Buch ist eine von Herzen kommende Einladung des Autors, die Geschichte unserer schönen und altehrwürdigen Stadt aus der Sicht der Gründungsväter und -mütter zu erleben. Wo kamen diese Menschen her? Was hat sie bewegt? Welche Geschichte haben sie selbst erlebt und für welche Geschichten haben sie den Grundstein gelegt? Da ist vieles, was in den bisherigen (heimat-) geschichtlichen Werken, die zu Schotten vorliegen, so noch gar nicht oder nicht so pointiert herausgearbeitet wurde. Sicher wissen selbst viele Schottener nicht, dass wir zwei Kirchen hatten - und zwar lange vor der Reformation. Und wer kennt heute noch den Unterschied zwischen der iro-schottischen und der römischen Kirche? Ich kannte ihn bis dato auch nicht. Und ich muss sagen, das war eine Bildungslücke. Denn die Prägung, die wir durch die Missionstätigkeit der iro-schottischen Kirche erfahren haben, gehört zu unserem Erbe des späten Mittelalters. Zwar setzte sich auch bei uns im laufe der Zeit das lateinische Christentum durch. Aber warum nicht anerkennen, dass die iro-schottische Kirche mit ihrem wenig hierarchischen Aufbau, der Wertschätzung von Wissen, Kunst und Buchkultur und der Abwesenheit von Zwangssteuern und Zölibat gerade für den modernen Menschen sympathische Aspekte aufweist?

Schließlich freue ich mich natürlich auch darüber, dass dieses Buch mit den beiden Prinzessinnen Rosamund und Dichamund sowie der Stadtherrin Lukarde von Eppstein die Rolle der Frauen in der Geschichte der Stadt Schotten klar benennt und ihr Wirken und ihre historische Präsenz belegt. Natürlich weist die Forschung zum Mittelalter große Lücken auf. Vielleicht verfügen Sie über weitere Informationen und neues Wissen? Dann teilen Sie Ihre Erkenntnisse mit uns. Geschichte muss fortgeschrieben werden. Auch die "Gründungsgeschichte der Stadt Schotten". Ich wünsche Ihnen Spaß bei der Lektüre!

Herzlichst Ihre
Susanne Schaab, Bürgermeisterin

Vorbemerkung

Um Erkenntnisse über längst vergangene Zeiten zu gewinnen, muss man Informationen sammeln. Das ist nicht immer einfach, denn die gesuchten Fakten liegen nicht sauber geordnet vor, sondern mal sind sie in einem Buch, einer Zeitschrift, einem Artikel zu finden oder ergeben sich aus einem wertvollen mündlichen Hinweis. Sehr hilfreich war auch "Mr. Google", denn sonst wäre es viel umständlicher gewesen, an bestimmte fehlende Fakten heranzukommen. Natürlich hatten schon viele Autoren (Fritz Sauer, Wolf Erich Kellner, Hans Joachim von Brockhusen, Henny Hysky-Dambmann, Hans Otto Zimmermann) an der Gründungsgeschichte der Stadt Schotten gearbeitet und bedeutungsvolle Ereignisse aufgezeigt und spannende Geschichten erzählen können, aber manches war noch unbekannt und rätselhaft. Genau diese Problematiken und auch Fragestellungen aus der Kirchenführung haben mich dazu gebracht, das kulturelle Erbe nochmals neu zu durchdenken und zu erforschen. Der Name Schotten ist schon ungewöhnlich, da die Stadt in Oberhessen liegt und nicht in Großbritannien. "Schotten ist das einzige noch heute lebendige Zeichen, das an eine Tätigkeit der Iren in Hessen erinnert." (Trautwein, a.a.O., S. 152) Die Namensherkunft bezieht sich auf geschichtliche Gegebenheiten, die der Erklärung bedürfen. Deshalb wollen wir tief in die Vorgeschichte eintauchen und zunächst einmal feststellen, dass die Skoten ein keltischer Volksstamm in Irland waren. Vom 3.-5. Jahrhundert führten sie Raubzüge durch und siedelten in Nordbritannien. Der skotische König Kenneth Mac Alpin (gestorben 858 n.Chr.) vereinigte 843 n.Chr. sein Königreich Dalriada - Scotia major - mit dem der Pikten (lat. bemalen - wegen ihrer Tätowierungen) und gab damit dem nördlichen Teil Britanniens den Namen Scotia minor - Schottland.
(www.wikipedia.de - Zugriff: Januar 2015)
Der Kirchenvater Origenes von Alexandria (254 n.Chr.) schrieb, dass alle nicht besetzten Teile von Britannien wie Nordwest Schottland, Irland, das nördliche England, Wales und Cornwall bereits christlich wären. (www.keltischekirche.de - Zugriff: Mai 2015)
Die "Keltische Kirche", die auch als "Iroschottische Kirche" oder "Church of Scotland" bezeichnet wurde, ist die Nationalkirche in Schottland. Im angelsächsischen Raum ist sie fast überall vertreten, und ihre neuzeitliche konfessionelle Ausrichtung ist evangelisch reformatorisch.